Schützen Halle

 

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Die Bogenarten
 

Es gibt ca. 12000 Jahre alte Höhlenzeichnungen, auf denen man Bogenschützen erkennen kann. Vor ca. 3000 Jahren wurde bereits der Bau von Kompositbögen in Vorderasien beschrieben. Dabei wurden Bögen aus zum Teil mehreren Holzschichten verleimt und zusätzlich mit elastischen Materialien belegt. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden dann einerseits neue Konstruktionsformen eingeführt andererseits modernste Polymerwerkstoffe verwendet, die zu den heute verwendeten Sportbögen führten.
 
Es gibt eine Vielzahl an Bogenarten wie Recurvebogen (Blank oder mit Hilfsmitteln), Compoundbogen, Primitivbogen (zB: Reiterbogen), Jagdrecurvebogen oder Langbogen, welche sich nicht zuletzt nach ihrer Arten des Einsatzes sondern auch nach historischen Epochen unterscheiden. Je nach der Art des Bogens sollte sich der Schütze damit Identifizieren können.

 



 

Der Primitiv-Bogen oder Selfbow (traditionell)

Diese Bogenart ist wie ein Langbogen. geschossen wird meist intuitiv, das heißt ohne jegliche Zielhilfen und über den Handrücken. Der Reiterbogen ist eine besondere Form des Primitiv-Bogens.

Der Langbogen (traditionell)

 

Dieser Bogen ist einer der ältesten Bogenarten welche je gefunden wurden. Entwickelt von den Walisern wurde die Art der Bögen an die Engländer weiter gegeben. Daher kommt auch der weit verbreitete Name des ‚englischen Langbogens‘. Er ist einteilig und wird meist intuitiv, das heißt ohne irgendwelche Zielhilfen geschossen, wobei der Pfeil auf einer Auflage aufliegt.

Der Jagd-Recurve (traditionell)


Dieser ein- oder auch dreiteilige Bogen ist den alten asiatischen Bögen nachempfunden. Sie werden heute aus modernste Werkstoffe, wie Carbon und Fiberglas gefertigt. Geschossen wird auch hier ohne irgendwelche Zielhilfen.
Die Sehne liegt hier, im Gegensatz zum Langbogen, jedoch am Wurfarm an (Recurve)

Der Recurvebogen (olympisch)

Eine Bogenart mit den wohl meisten Variationsmöglichkeiten. Mittelstück und Wurfarme sind technisch kombinierbar - ein auch in Fachkreisen als Take Down bezeichneter Bogen. Diese Bögen eignen sich für den Sportbereich. Leichte Zuggewichte lassen zum Anfang ein sehr genaues Trainieren mit dem Bogen zu. Es werden noch Stabilisatoren und Visier angebaut. Dieser Bogen ist als Turnierbogen auf allen Wettkämpfen, einschließlich der Olympischen Spiele, zugelassen.

Der Blankbogen oder Bare-Bow

Der Blankbogen ist aufgebaut wie der Recurvebogen, jedoch sind weder Anbauten wie umfangreiche Stabilisatoren noch Zielhilfen (Visier) zugelassen.

 

Der Compoundbogen

Hervorgegangen aus einem Recurvebogen wurde diese Bogenart zunächst für das Jagen entwickelt. Der Compoundbogen ist das technische "Gegenstück" zum traditionellen Langbogen. Das erhöhte Eigengewicht durch die Technik, gleicht er durch die starke Reduzierung der Haltekraft der Sehne aus.

Mittlerweile werden selbst mit diesen präzisen Bögen Turniere und Meisterschaften (nicht Olympisch) geschossen. Besonders zu bemerken bei Compoundbögen ist die Geschwindigkeit welche nicht selten schneller ist als ein Formel 1 Wagen ist.

 
 

 


 
 
 

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